01.06.2011

Medienscout der Rheingrafen-Realschule nimmt an "Jugendredaktion Wissenschaft" teil

 

Er ist sich ganz sicher: "Nach Abschluss der Realschule und dem anschließenden Abitur werde ich wieder in meine Heimat nach Dresden zurückgehen und dort an der Technischen Universität Medieninformatik studieren", sagt William, einer der 16 kürzlich an der Rheingrafen-Realschule plus in Wörrstadt ausgebildeten Medienscouts (siehe Bericht vom 18.02.2011 in der AZ). Angeregt hatte er sich über seine Begeisterung für Medien und seine Zukunftspläne mit dem Referenten Florian Preßmar, der die Medienscouts im Dezember an der Schule ausbildete, unterhalten.

Florian Preßmar, Medienpädagoge, Referent für Offene Kanäle und Medienkompetenz bei der Landeszentrale für Medien und Kommunikation, Koordinator des MK-Netzwerkes Mainz-Rheinhessen und aktiver Musikredakteur bei Radio Rüsselsheim war genau der Richtige. Er empfahl William Kontakt mit der "JungeMedienWerkstatt" in Mainz aufzunehmen, die crossmediale Projekte für Jugendliche anbietet und von der Initiative Medienintelligenz der Johannes Gutenberg-Universität und dem MK-Netzwerk Mainz-Rheinhessen gefördert wird. Mit unterschiedlichen Angeboten wie dem Medienprojekt "KinderUni", dem "Jugendmediensommer" und der "Jugendredaktion Wissenschaft" bildet die "JungeMedienWerkstatt" einen Lernort für alle medieninteressierten Jugendlichen verschiedenen Alters

Somit kam William seinem Zukunftstraum ein Stück näher und nimmt nun seit Februar an dem Projekt "Jugendredaktion Wissenschaft" teil. Jeanine Wein, Germanistin, Vergleichende Sprach- und Buchwissenschaftlerin, die deskriptive Sprachwissenschaft an der Universität Göttingen lehrt und als selbständige Redakteurin und Lektorin im Verlagswesen arbeitet, leitet dieses Projekt. Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren sollen innerhalb eines Jahres mit Blick auf "Mainz - Stadt der Wissenschaft 2011" in verschiedenen Medien (Zeitung, Radio, Fernsehen, Internet) wissenschaftliche Themen aufbereiten. Weitere Medienpädagogen und Medienmacher sind mit dabei, den wissenschaftlichen und journalistischen Bereich übernimmt Univ.-Prof. Dr. Karl N. Renner.

Die Jugendlichen werden in die Rolle von Journalisten schlüpfen und das jeweils gewählte Thema erkunden, recherchieren und dessen mediale Aufbereitung planen. Die Abfolge der Medienbereiche - Zeitung, Radio, Fernsehen, Internet - ist so gewählt, dass die Jugendlichen möglichst viele in einem Bereich erworbene Kompetenzen im nächsten vertiefen und festigen können. Konzeption und Gestaltung einer Zeitung, Umgang mit Bildbearbeitungsprogrammen, Besuch des Verlagshauses der Allgemeine Zeitung Mainz, Erstellen von Podcasts und einer eigenen Radiosendung, Produktion einer Magazinsendung für den Offenen Kanal Mainz, Erstellen des Contents für eine Website, nur einige Highlights des einjährigen Workshops.

Spannende Arbeit steht William bevor, der zudem in seiner Freizeit zusammen mit drei Freunden, Oliver, Philipp und Thomas, vor einem Jahr die Gruppe "Let'z fetz" gegründet hat. Die vier Schüler gestalten Videos im Bereich Gaming, d.h. sie suchen Spiele aus, testen diese mit Freunden und bewerten sie, um die Ergebnisse dann in youtube einzustellen. Ein zweites Standbein der Gruppe ist eine Diskussionsrunde zu aktuellen Themen wie z.B. "Die größte Erfindung der Menschen" oder "Jugend heute", zu denen Mitglieder der Community youtube eingeladen werden, mit zu diskutieren. Mit einem Team Speak Server wird die Gesprächsrunde aufgezeichnet und dann hochgeladen. ´

Aber nicht genug - denn schließlich gibt es für den Schüler einer 9. Klasse auch noch das Thema Schule - William will mehr: "Am 16. und 17. April besuchte ich zusammen mit meinen Freunden den Crashkurs "Videoproduktion", der vom Offenen Kanal TV Mainz angeboten wird. Wir haben Grundkenntnisse von der Kameraarbeit bis hin zum digitalen Videoschnitt vermittelt bekommen, dabei steht die praktische Arbeit im Vordergrund. Nach dem Crashkurs sind wir in der Lage, einen qualitativ guten Kurzbeitrag eigenständig zu erstellen und das Equipment des OK:TV Mainz wie Kameras und Bild- und Tonmischer nutzen zu dürfen", meint William.

Wir an der Schule werden seine Aktivitäten verfolgen und über seine Fortschritte wieder berichten.

Die "Jugendredaktion Wissenschaft": William (v.re., Rheingrafen-Realschule Wörrstadt), Projektleiterin Jeanine Wein, Luisa (Maria-Ward-Gymnasium Mainz), Inga (Maria-Ward-Gymnasium Mainz), Robin (Schlossgymnasium Mainz), Falk (IGS Mainz-Bretzenheim) und Hannah (Rabanus-Maurus-Gymnasium Mainz). Foto: J. Wein

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08.02.2011

Landesaktionstag zum Safer Internet Day 2011 im ZDF in Mainz

16 Schüler/innen der Rheingrafen-Realschule plus Wörrstadt schlossen Ausbildung zum "Medienscout" ab.

"Die besten Vermittler von dem Wissen über die Möglichkeiten, Chancen und Risiken der modernen multimedialen Kommunikation an Schülerinnen und Schüler sind gleichaltrige Jugendliche. Die so genannten Medienscouts, die im Rahmen des Landesprogramms "Medienkompetenz macht Schule" ausgebildet werden, leisten einen sehr wichtigen Beitrag für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den digitalen Medien, der eine zentrale Bildungs- und Zukunftsaufgabe ist." Das unterstrichen Bildungsministerin Doris Ahnen und Verbraucherschutzministerin Margit Conrad am 8. Februar 2011 anlässlich der zentralen Landesveranstaltung zum Safer Internet Day 2011 in Mainz.

Mehr als 300 Schülerinnen und Schüler besuchten im Kongresszentrum des ZDF mehrstündige Workshops zu Themen wie Rechtsextremismus und Pornografie im Internet, Kostenfallen, Datenschutz und Computerspiele. Die Veranstaltung war Bestandteil der im Herbst 2010 begonnenen Ausbildung von Jugendlichen zu "Medienscouts", die ihren Mitschülerinnen und Mitschülern in und außerhalb der Schule ihr Expertenwissen im sicheren Umgang mit den digitalen Medien und dem Internet vermitteln.

Unter Beteiligung von jugendschutz.net und dem Medienkompetenznetzwerk Koblenz wurde 2009 im Rahmen des 10-Punkte-Programms der Landesregierung "Medienkompetenz macht Schule" ein Konzept für diese Ausbildung erarbeitet, das seither in den Schulen umgesetzt wird und auf eine hohe Resonanz stößt. Das Transferkonzept des Landesprogramms sieht neben einer grundlegenden Ausbildung und weiteren Begleitung der Schülerinnen und Schüler eine nachhaltige Unterstützung durch die Schulleitung, die Einbeziehung der Eltern sowie eine qualifizierte Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer vor, die auch die Ausbildung von nachfolgenden "Medien-Scout-Generationen" an ihrer Schule initiieren und durchführen.

Für die beratenden Lehrkräfte, die ihre MEDIENSCOUTS.rlp an der jeweiligen Schule unterstützen, gab es ein separates Angebot. Wie gestalte ich die weitere Arbeit mit den MEDIENSCOUTS.rlp meiner Schule? Welche Möglichkeiten habe ich, ihre Tätigkeit gewinnbringend und dauerhaft in den schulischen Alltag zu implementieren? Welche Materialien und Fortbildungsmöglichkeiten stehen mir als betreuender Lehrkraft dabei zur Verfügung? Und was muss ich tun, damit meine Schule MEDIENSCOUTSCHULE.rlp werden kann? Diese und weitere Fragen wurden im Workshop der betreuenden Lehrkräfte thematisiert. Darüber hinaus gab es fachlichen Input zum Thema "Datenspuren im Netz", moderiert von Helmut Eiermann, Landesbeauftragter für den Datenschutz RLP.

Die Medienscouts der Rheingrafen-Realschule plus in Wörrstadt wurden in ihrer Schule bereits für erste Einsätze in einer 5. und einer 7. Klasse von den jeweiligen Klassenlehrern "gebucht" und sind gespannt auf ihre zukünftige Arbeit.

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07.12.2010

Unsere Medienscouts

Die Nutzung von digitalen Medien wie Handy und Internet bildet einen festen Bestandteil der Lebenswelt Jugendlicher. Dabei stehen einer Vielzahl von Möglichkeiten zur Kommunikation, Selbstdarstellung und Information verschiedene Problemfelder wie mangelnder (Selbst-) Datenschutz, Urheberrechtsverletzungen, Kostenfallen oder Cyber-Mobbing dagegen. Es ist unerlässlich das Thema Mediennutzung in der Schule aufzugreifen, um Jugendliche für einen verantwortungsbewussten und kritischen Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren. Dieses Ziel verfolgt das Landesprogramm "Medienkompetenz macht Schule" u.a. im Rahmen der Schülerausbildung "Medienscouts.rlp".

Add-Ons, Cyber-Mobbing, Cookies, Datenschutz, sichere Passwörter, Spam, Instant Messenger, Social Communities und viele andere Fachbegriffe waren Schlagwörter während der zweitägigen Schulung zum Medienscout. 16 Schüler und Schülerinnen der Rheingrafen-Realschule plus in Wörrstadt hatten sich für dieses Projekt angemeldet und lauschten gespannt den beiden Referenten Florian Preßmar und Bernd Richter vom Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz.

Hinter dem Konzept von "Medienscouts.rlp" steckt die Idee, mit speziell geschulten Schülern ein Vor-Ort-Angebot zur Vermittlung jugendmedienschutzrelevanter Informationen an Mitschüler sowie professioneller zusätzlicher Unterstützung und Beratung im Bedarfsfall zu etablieren. Die Ausbildung wird ergänzt durch die Teilnahme am SID 2011 (Safer Internet Day) am 08. Februar in den Räumen des ZDF.

Alle Teilnehmer, Schüler/Innen, Referenten und die beiden begleitenden Lehrkräfte waren sich über die sehr gelungene Veranstaltung einig. Nun sind die Medienscouts gespannt auf ihren ersten Einsatz, der in die Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Orientierungsstufe eingebunden wird. Möglichkeiten bieten hier die Methodentage der Fünftklässler, Klassenleiterstunden oder ein Projekttag.

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Die Ausbildung unserer Medienscouts

Die Medienscouts sollen:

  • ihre eigene Medienkompetenz erweitern
  • Sicherheitsregeln kennen lernen und dazu in der Lage sein, diese anderen näher zu bringen
  • notwendiges Wissen erwerben, um andere bei Fragen zur Sicherheit im Internet zu unterstützen
  • nach der Fortbildung weiter im Austausch bleiben
  • ihre Kenntnisse an nachfolgende Medienscouts an der Schule weitergeben

Hintergrundinformationen

  • Gesucht werden 16 Schülerinnen und Schüler der 8./9. Klassen
  • Interesse und Vorkenntnisse sind ausschlaggebend für die Teilnahme (z.B. IT/TV-Unterricht)
  • Geplante Fortsetzung nach der Ausbildung: Bildung einer AG (Betreuung durch Lehrer), Kleingruppen sind Ansprechpartner für je eine Klassenstufe, Kleingruppen klären in jeder Klassenstufe auf

Rahmenbedingungen

  • Insgesamt 18 Schulen haben bereits Medienscouts ausgebildet
  • Zeitlicher Rahmen für die Ausbildung - 2 Tage
  • Ausbildung wird von Referenten des Landesmedienzentrums durchgeführt
  • Ausbildung von Peer-Leadern, die ihr Wissen an andere weiter geben
  • Teilnahme am Safer-Internet-Day 2011

Der erste und zweite Tag

  • Warum will ich Medienscout werden, was kann ich schon, was sollte ich noch lernen?
  • Was ist eigentlich Medienkompetenz?
  • Gefahren im Internet: Werbung und Kostenfallen, Rechtsextremismus, Gewalt, Pornografie
  • E-Mail Adressen
  • Was sollte man bei Anmeldungen im Internet beachten?
  • Sicherheitsregeln beim Chatten
  • Einen Chat untersuchen und bewerten
  • Sicherheit im Instant Messenger
  • Profile in Communities
  • Was finde ich im Internet über mich?
  • Cyberbullying
  • PowerPoint Präsentationen zum Thema "Sicherheit" erstellen und diese vortragen
  • Andere beraten: "Was muss ich beachten, welche Fragen können auf mich zukommen?"

Zeitplan für die Ausbildung

22. September 2010

Vorbereitungsveranstaltung für die betreuenden Lehrkräfte (2 Lehrer, die die Gruppe auch weiterhin betreuen)

06. und 07. Dezember 2010

Ausbildung der Medienscouts - 2 Tage (Fachkräfte der Medienkompetenznetzwerke Mainz und Koblenz)

Teilnahme am Safer Internet Day 2011 am 08. Februar 2011 im ZDF

Medienscoutschule Rheingrafen-Realschule

Nach erfolgreicher Arbeit mit den Medienscouts erhält die Schule das Siegel Medienscoutschule.

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09.02.2010

Safer Internet Day 2010

Acht Schüler/innen der 8. Klassen der Realschule Wörrstadt, sowie Schulleiterin Sigrid Grünig und Jugendmedienschutzbeauftragte Christa Dernbach nahmen am 9. Februar an der zentralen Landesveranstaltung zum Safer Internet Day 2010 im Kongresszentrum des ZDF in Mainz teil. Mehr als 400 Jugendliche aus 30 Schulen waren hier zu einem Aktionstag zusammen gekommen. Viele von ihnen bereits ausgebildete Medienscouts, die ihren Mitschülerinnen und Mitschülern aber auch Eltern und Lehrkräften ihr Expertenwissen im sicheren Umgang mit den digitalen Medien und dem Internet vermitteln.

Zum Auftakt der Veranstaltung, die von BEN moderiert wurde, beantworteten Staatsministerin Margit Conrad und Staatssekretärin Vera Reiß in der 1. Runde Fragen der Schüler/innen zu Neuen Medien. Die Politikerinnen betonten, dass der verantwortungsbewusste Umgang mit den digitalen Medien und dem Internet eine wichtige Bildungs- und Zukunftsaufgabe in Schule und Unterricht sei. Nur wer sich der Risiken bewusst werde, könne die großen Chancen des World Wide Web sinnvoll nutzen. Die Medienerziehung innerhalb von Schulen gehe dabei mit der Aufklärung und Beratung außerhalb Hand in Hand, mit dem Ziel der mündigen Verbraucher. In der 2. Runde wurden die Fragen der Schüler/Innen von den Abgeordneten des Landtags, Marlies Kohnle-Gros, Renate Pepper und Hans-Artur Bauckhage, dem Landesbeauftragten für Datenschutz, Edgar Wagner und dem Leiter der Landeszentrale für Medien und Kommunikation, Manfred Helmes beantwortet.

Im Laufe des weiteren Vor- und Nachmittags hatten die Schüler/innen Gelegenheit, sich in zahlreichen Workshops weiterzubilden, deren Schwerpunkte auf der Sicherheit im Internet, dem Datenschutz in den so genannten "sozialen Netzwerken" sowie dem Wert von Online-Spielen und Musiktauschbörsen lagen.

Mit Pizza, Würstchen, Hamburgern und Getränken in der Mittagspause war auch für das leibliche Wohl der Jugendlichen gesorgt. Die sehr gelungene Veranstaltung endete mit dem Auftritt von Cassandra Steen, die einige ihrer Songs darbot und Autogramme verteilte.

Auch die Rheingrafen-Realschule plus wird eine Schülerausbildung zur Internet-Sicherheit anbieten. Diese steht unter dem Motto Medienscouts und richtet sich an Schüler/Innen, die durch die Veranstaltung befähigt werden, gegenüber der übrigen Schülerschaft eine Vorbild- und Beraterposition einzunehmen. So erreicht man durch die Fortbildung einer relativ kleinen Schülergruppe einen weitreichenden Effekt: Die Medienscouts nehmen im Anschluss an die Fortbildung an ihrer Schule selbst die Position eines Referenten ein, um ihre neu gewonnenen Kenntnisse über Surf- und Chat-Sicherheit an Ihre Mitschüler weiterzugeben.

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Rheingrafen-Realschule plus und FOS

Pestalozzistraße 16
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